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3 Jahre lang habe ich jeden Morgen aus einem Milchaufschäumer getrunken. Bis ich entdeckte, was innen drin war.

Ich hatte mir nie Gedanken darüber gemacht. Nicht über meine Kaffeemaschine, nicht über meine Heißluftfritteuse, und erst recht nicht über meinen Milchaufschäumer. Bis ein Gespräch auf einem Geburtstag alles veränderte.

Diana, Autorin dieses Blogs
Diana 28. Mai 2026

Wie es begann

Ich bin Diana. Ich trinke seit Jahren jeden Morgen Cappuccino. Nichts Besonderes, einfach ein Ritual. Espresso machen, Milch aufschäumen, fertig.

Vor drei Jahren kaufte ich einen neuen Milchaufschäumer. Schwarz, matt, mit so einem Drehknopf und Symbolen auf der Vorderseite. Er sah schön neben meiner Kaffeemaschine aus. Ich benutzte ihn zweimal am Tag, am Wochenende manchmal öfter.

Der Milchaufschäumer, den ich 3 Jahre lang täglich benutzt habe

Der Milchaufschäumer, den ich 3 Jahre lang täglich benutzt habe

Nach etwa einem Jahr merkte ich, dass der Schaum weniger wurde. Die Milch brannte schneller an. Und als ich in den Behälter schaute, sah ich kleine Kratzer an der Innenseite. Stellen, an denen die schwarze Schicht dünner geworden war.

Ich dachte: tja, Verschleiß. Klar. Zeit für einen neuen.

Was ich damals noch nicht wusste: Dieser „Verschleiß“ war nicht einfach verschwunden. Er kann irgendwo gelandet sein. Irgendwo, woran ich lieber nicht denken wollte.

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Die Entdeckung

Es begann mit einem Gespräch auf einer Geburtstagsparty. Eine Freundin erzählte, dass sie alle ihre Pfannen weggeworfen hatte. „Wegen PFAS“, sagte sie, als würde ich das verstehen.

Ich nickte höflich. Keine Ahnung, wovon sie sprach. An diesem Abend googelte ich es.

PFAS. Ein Sammelbegriff für chemische Stoffe, die in Antihaftbeschichtungen verwendet werden. Nicht nur in Pfannen. Auch in Milchaufschäumern, Reiskochern, Airfryern. Überall dort, wo eine glatte, dunkle Beschichtung dafür sorgt, dass Essen oder Milch nicht anhaftet.

Nahaufnahme der Innenseite eines Milchaufschäumers mit Beschichtung

Diese glatte, dunkle Schicht innen in einem Milchaufschäumer? Das ist die Beschichtung.

Ich ging in die Küche. Nahm meinen Milchaufschäumer. Schaute hinein.

Diese Schicht war auch da. Innen. Genau dort, wo jeden Morgen heiße Milch mit 800 Umdrehungen pro Minute dagegenwirbelte.

Was ich an diesem Abend herausfand

  • Die Antihaftbeschichtung in vielen Milchaufschäumern enthält PFAS-Stoffe
  • Hitze kann den Abbau dieser Beschichtung beschleunigen (Milch wird auf 65–70 Grad erhitzt)
  • Der rotierende Schneebesen kann die Beschichtung langsam beschädigen, wodurch Mikro-Partikel freikommen können
  • Diese Partikel können in deine Milch gelangen – und damit in deinen Körper
  • „PFOA-frei“ bedeutet nicht „PFAS-frei“. Es gibt mehr als 10.000 verschiedene PFAS-Stoffe

Quelle: RIVM, Europäische Kommission (siehe Quellen unten).

⚠️ Was mich am meisten überraschte

Viele Marken schreiben „PFOA-frei“ auf die Verpackung. Das klingt beruhigend. Aber PFOA ist nur één von mehr als 10.000 PFAS-Stoffen. Ein Produkt kann also PFOA-frei sein und trotzdem andere PFAS-Verbindungen enthalten. Das wusste ich nicht. Und du wahrscheinlich auch nicht.


Was ist PFAS eigentlich?

PFAS steht für Poly- und Perfluoralkylsubstanzen. Das ist eine Gruppe von tausenden vom Menschen hergestellten chemischen Stoffen, die seit den 1950er-Jahren verwendet werden.

Sie werden auch „Forever Chemicals“ genannt. Nicht ohne Grund: PFAS baut sich gar nicht oder kaum ab. Nicht in der Natur. Nicht in deinem Körper. Einmal drin, bleibt es lange vorhanden.

Wo steckt es drin?

  • Antihaftbeschichtungen von Pfannen, Milchaufschäumern und Heißluftfritteusen
  • Wasserabweisende Kleidung und Schuhe
  • Lebensmittelverpackungen (Pizzakartons, Backpapier)
  • Kosmetik und Zahnpasta
  • Trinkwasser in bestimmten Regionen

Quelle: RIVM, „PFAS: Was ist das und was bewirkt es?“ (siehe Quellen unten).

Der Punkt ist: Die meisten dieser Produkte kommen nicht täglich mit heißen Flüssigkeiten in Kontakt, die du anschließend trinkst. Ein Milchaufschäumer schon.

📊 Die Zahlen

Wenn du deinen Milchaufschäumer zweimal am Tag benutzt, kommt heiße Milch 730-mal pro Jahr mit der Beschichtung in Kontakt. In drei Jahren sind das 2.190-mal. Bei der Nutzung können sich Mikroteilchen der Beschichtung lösen, besonders wenn die Schicht bereits beschädigt ist.

Warum verwenden Hersteller es dann?

Ganz einfach: Es ist günstig und es funktioniert. PFAS sorgt dafür, dass Milch nicht anbackt, dass sich das Innere leicht reinigen lässt und dass das Produkt nach dem Kauf sofort „premium“ aussieht.

Diese glatte, dunkle Schicht wirkt luxuriös. Aber sie ist nicht dauerhaft. Sie nutzt sich ab. Und was sich ablöst, verschwindet nicht. Es geht irgendwohin.

In diesem Fall: möglicherweise in deiner Milch.

Die Risiken

Gesundheitsrisiken durch PFAS

Quelle: RIVM, Europäische Kommission, IARC

Ich bin kein Wissenschaftler. Aber das ist es, was das RIVM, die Europäische Kommission und die IARC (Internationale Agentur für Krebsforschung) über eine langfristige PFAS-Exposition sagen:

Was PFAS in deinem Körper bewirken kann

  • Hormonstörung — PFAS kann die Wirkung von Östrogen und Schilddrüsenhormonen stören
  • Schilddrüsenprobleme — möglicherweise erhöhtes Risiko für eine zu langsame oder zu schnelle Schilddrüse
  • Immunsystem — möglicherweise eingeschränkte Funktion, darunter eine weniger wirksame Impfreaktion
  • Fruchtbarkeit — in Studien mit verringerter Fruchtbarkeit bei Männern und Frauen in Verbindung gebracht
  • Cholesterin — möglicherweise erhöhte Cholesterinwerte, selbst bei relativ geringer Belastung
  • Krebs — PFOA wurde von der IARC als krebserregend für den Menschen (Gruppe 1) eingestuft, PFOS als möglicherweise krebserregend (Gruppe 2B)

Quelle: RIVM, Europäische Kommission, IARC-Monografien (siehe Quellen unten).

⚠️ Der Stapel-Effekt

Was das RIVM betont: Das Problem bei PFAS ist nicht eine einzige Exposition. Es ist die Summe. Jeden Tag ein kleines bisschen, über Jahre hinweg, aus mehreren Quellen gleichzeitig. Dein Milchaufschäumer ist eine davon. Und möglicherweise eine unterschätzte.

Nicht alle PFAS-Produkte sind gleich riskant. Eine Regenjacke mit PFAS trägst du ab und zu. Aber einen Milchaufschäumer nutzt du jeden Tag. Mit heißer Flüssigkeit. Die du danach trinkst.

📖 Ist das bei dir auch so?

Ich habe einen Leitfaden geschrieben, mit dem du in 60 Sekunden prüfen kannst, ob dein Milchaufschäumer PFAS enthält. Mit einer Checkliste und welchen Materialien wél sicher sind.

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Erkenne es selbst

Woran erkennst du, ob dein Milchaufschäumer eine PFAS-Beschichtung hat? Das sind die Signale:

  • Die Innenseite der Kanne hat eine dunkle, glatte Schicht (schwarz, grau oder dunkelgrau)
  • Es gibt Kratzer oder helle Stellen auf der Innenseite
  • Die Milch brennt in letzter Zeit schneller an als früher
  • Der Schaum ist weniger dick als damals, als das Gerät neu war
  • Auf der Verpackung steht "PFOA-frei", aber nicht "PFAS-frei"
  • Die Innenseite fühlt sich glatt und "beschichtet" an, nicht wie reines Metall oder Glas

"Als ich meinen Aufschäumer umgedreht und nach innen geschaut habe, habe ich es sofort gesehen. Diese kleinen Kratzer. Diese dünnen Stellen. Ich hatte nie darüber nachgedacht. Aber jetzt konnte ich es nicht mehr nicht sehen."

Diana

Und jetzt?

Ich habe diesen Blog nicht geschrieben, um dir Angst zu machen. Ich habe ihn geschrieben, weil ich mir gewünscht hätte, dass mir das jemand vor drei Jahren gesagt hätte.

Du musst nicht in Panik geraten. Du musst nicht heute noch alles wegwerfen. Aber du kannst das nächste Mal, wenn du einen Milchaufschäumer kaufst, eine bewusste Entscheidung treffen. Oder du schaust dir an, was du jetzt schon zu Hause hast.

"Ich trinke immer noch jeden Morgen Cappuccino. Der Unterschied ist: Ich weiß jetzt, was in meiner Tasse ist. Und was nicht. Das bringt Ruhe."

Diana

Du kannst nicht leugnen, was du jetzt weißt. Aber du kannst etwas daraus machen.

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In 4 Minuten erkläre ich dir, worauf du achten solltest. Mit Framework, Checkliste und welchen Materialien wél sicher sind. Genau das, was ich selbst benutzt habe, als ich angefangen habe zu suchen.

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