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Diana (35) kaufte einen Milchaufschäumer für den perfekten Schaum. Was sie nicht wusste: Jeden Morgen trank sie ein bisschen von der Beschichtung mit.

Die Geschichte einer Frau, die nach 3 Jahren täglicher Nutzung entdeckte, was in der Antihaftbeschichtung ihres Milchaufschäumers steckte. Und warum das auch für dich relevant ist.

Diana
Diana, 35 Jahre 28. Mai 2026

Es begann mit einem Cappuccino

Vor drei Jahren kaufte Diana einen Milchaufschäumer. So ein großes, schwarzes Ding mit Drehknopf und Symbolen auf der Vorderseite. Sie hatte ihn bei einer bekannten Marke bestellt, er passte schön neben ihre Kaffeemaschine.

Jeden Morgen das gleiche Ritual. Espresso machen. Milch hinein. Knöpfchen drücken. Zwei Minuten später: dicker, cremiger Schaum. Einschenken, genießen. Manchmal zweimal am Tag. Am Wochenende heiße Schokolade für die Kinder.

Der Milchaufschäumer, den Diana 3 Jahre lang täglich benutzt hat

Der Milchaufschäumer, den Diana 3 Jahre lang täglich benutzt hat

Nach etwa einem Jahr begann sie es zu merken. Der Schaum wurde dünner. Die Milch brannte schneller an. Und als sie nach innen schaute, sah sie Kratzer. Kleine Stellen, an denen die schwarze Schicht dünner geworden war.

Sie dachte: Verschleiß. Normal. Zeit für einen neuen.

Was sie nicht wusste: Dieser „Verschleiß“ war nicht einfach verschwunden. Er war in ihrer Milch. Und damit in ihrem Cappuccino. Jeden Morgen. Seit mehr als einem Jahr.

„Mir wurde klar, dass ich 730-mal pro Jahr heiße Milch gegen diese Beschichtung hatte wirbeln lassen. Und dass diese Beschichtung Partikel abgegeben hatte. In die Milch, die ich trank. Und die meine Kinder tranken.“

Diana, 35

Die Entdeckung

Es begann mit einem Gespräch auf einer Geburtstagsfeier. Eine Freundin erzählte, dass sie alle ihre Pfannen weggeworfen hatte. „Wegen PFAS“, sagte sie.

Diana nickte höflich. Sie wusste nicht genau, was das war. An diesem Abend googelte sie es.

PFAS. Chemische Stoffe, die in Antihaftbeschichtungen verwendet werden. Nicht nur in Pfannen. Auch in Milchaufschäumern. Reiskochern. Heißluftfritteusen. Überall dort, wo eine glatte, dunkle Beschichtung dafür sorgt, dass Essen oder Milch nicht anhaftet.

Nahaufnahme der Innenseite eines Milchaufschäumers mit Beschichtung

Die Innenseite eines Milchaufschäumers. Diese glatte, dunkle Schicht? Das ist die Beschichtung.

Ihr Milchaufschäumer, dieses große schwarze Gerät, in das sie jeden Morgen Milch füllte, hatte genau so eine Schicht. Innen. Dort, wo heiße Milch mit 800 Umdrehungen pro Minute entlangwirbelte.

Was Diana damals herausfand

  • Die Antihaftbeschichtung in den meisten Milchaufschäumern enthält PFAS-Stoffe
  • Hitze beschleunigt den Abbau dieser Beschichtung (Milch wird auf 65–70 Grad erwärmt)
  • Der rotierende Rührbesen beschädigt die Beschichtung langsam, wodurch Mikropartikel freigesetzt werden
  • Diese Partikel gelangen in deine Milch – und damit in deinen Körper
  • „PFOA-frei“ bedeutet nicht PFAS-frei. Es gibt mehr als 10.000 verschiedene PFAS-Stoffe
⚠️ Wichtig zu wissen

Viele Marken werben mit „PFOA-frei“. Das klingt beruhigend. Aber PFOA ist nur één von mehr als 10.000 PFAS-Stoffen. Ein Produkt kann PFOA-frei sein und trotzdem voller anderer schädlicher PFAS-Verbindungen stecken. Stell es dir wie eine Zigarette ohne Teer vor: Es sind immer noch Tausende andere schädliche Stoffe drin.

Was ist PFAS eigentlich?

PFAS steht für Poly- und Perfluoralkylstoffe. Es ist eine Gruppe von Tausenden vom Menschen hergestellten chemischen Stoffen, die seit den 50er-Jahren verwendet werden.

Sie werden auch „forever chemicals“ genannt. Nicht ohne Grund: PFAS wird nicht abgebaut. Nicht in der Natur. Nicht in deinem Körper. Einmal drin, bleibt es dort. Jahrelang. Manchmal jahrzehntelang.

Wo steckt es drin?

  • Antihaftbeschichtungen von Pfannen, Milchaufschäumern und Airfryern
  • Wasserabweisende Kleidung und Schuhe
  • Lebensmittelverpackungen (Pizzakartons, Backpapier)
  • Kosmetik und Zahnpasta
  • Trinkwasser in bestimmten Regionen

Aber hier ist der Punkt: Die meisten dieser Produkte kommen nicht täglich mit heißen Flüssigkeiten in Kontakt, die du anschließend trinkst. Dein Milchaufschäumer schon.

📊 Die Zahlen

Wenn du deinen Milchaufschäumer 2x am Tag benutzt, kommt heiße Milch 730 Mal pro Jahr mit der Beschichtung in Kontakt. Über 3 Jahre sind das 2.190 Mal. Bei jedem Erhitzen können Mikropartikel der Beschichtung freigesetzt werden, besonders wenn die Schicht bereits beschädigt ist.

Warum verwenden Hersteller das dann?

Ganz einfach: Es ist günstig und es funktioniert. PFAS sorgt dafür, dass Milch nicht anbrennt, dass sich die Innenseite leicht reinigen lässt und dass das Produkt direkt nach dem Kauf sofort „premium“ aussieht.

Diese glatte, dunkle Schicht wirkt luxuriös. Aber sie ist nicht dauerhaft. Sie nutzt sich ab. Und was sich ablöst, verschwindet nicht — es gelangt irgendwohin.

In diesem Fall: in deiner Milch.

Die Risiken

Gesundheitsrisiken von PFAS

Quelle: RIVM, Europäische Kommission, unabhängige Forschende

Diana ist keine Wissenschaftlerin. Aber das sagen das RIVM, die Europäische Kommission und unabhängige Forschende über eine langfristige Exposition gegenüber PFAS:

Was PFAS in deinem Körper macht

  • Hormonstörung — PFAS kann die Wirkung von Östrogen und Schilddrüsenhormonen stören
  • Schilddrüsenprobleme — erhöhtes Risiko für eine zu langsame oder zu schnelle Schilddrüse
  • Immunsystem — eingeschränkte Funktion, weniger wirksame Impfungen
  • Fruchtbarkeit — Zusammenhang mit verminderter Fruchtbarkeit bei Männern und Frauen
  • Cholesterin — erhöhte Cholesterinwerte, selbst bei niedriger Exposition
  • Krebs — bestimmte PFAS-Stoffe wurden von der IARC als „möglicherweise krebserregend“ eingestuft
⚠️ Der Summeneffekt

Das Problem mit PFAS ist nicht eine einzelne Exposition. Das Problem ist die Summe. Jeden Tag ein kleines bisschen, jahrelang, aus mehreren Quellen gleichzeitig. Dein Milchaufschäumer ist eine davon — und vielleicht die am meisten unterschätzte.

Warum gerade Milchaufschäumer riskant sind

Nicht alle PFAS-Produkte sind gleich riskant. Eine Regenjacke mit PFAS trägst du ab und zu. Deinen Milchaufschäumer benutzt du aber jeden Tag. Mit heißer Flüssigkeit. Die du anschließend trinkst.

Die Kombination aus drei Faktoren macht es besonders riskant:

🌡️ Hitze — Milch wird auf 65-70 Grad erwärmt, was die Beschichtung schneller angreift.

⚙️ Mechanischer Verschleiß — der drehende Schneebesen reibt jeden Tag an der Beschichtung.

Direkte Aufnahme — was sich löst, trinkst du mit. Kein Filter, keine Barriere.

Bei einer Pfanne kann man noch sagen: Das Essen berührt die Beschichtung, aber du isst die Beschichtung nicht direkt mit. Bei einem Milchaufschäumer ist das anders. Die Flüssigkeit ist das Endprodukt. Was in der Milch ist, trinkst du.

Erkenne es selbst

Woran erkennst du, ob dein Milchaufschäumer eine PFAS-Beschichtung hat? Das sind die Anzeichen:

  • Die Innenseite der Kanne hat eine dunkle, glatte Schicht (schwarz, grau oder dunkelgrau)
  • Es gibt Kratzer oder helle Stellen an der Innenseite
  • Die Milch brennt in letzter Zeit schneller an als früher
  • Der Schaum ist weniger dick als damals, als das Gerät neu war
  • Auf der Verpackung steht "PFOA-frei", aber nicht "PFAS-frei"
  • Die Innenseite fühlt sich glatt und "beschichtet" an, nicht wie reines Metall oder Glas
Beschädigte Beschichtung vs. Glas-Innenbehälter

Links: beschädigte Beschichtung nach 1 Jahr Nutzung. Rechts: ein Glas-Innenbehälter ohne Beschichtung.

"Als ich meinen Aufschäumer umgedreht und ins Innere geschaut habe, habe ich es sofort gesehen. Diese Kratzer. Diese dünnen Stellen. Ich hatte mir nie Gedanken darüber gemacht. Aber jetzt konnte ich es nicht mehr nicht sehen."

Diana, 35

Der einfache Test

Nimm deinen Milchaufschäumer. Schau in das Innere des Krugs. Fühl mal darüber.

Ist es glatt und dunkel? Dann ist es eine Beschichtung.

Ist es transparent (Glas) oder silberfarben (unbeschichteter Stahl)? Dann gibt es keine Beschichtung.

Die meisten Milchaufschäumer bekannter Marken haben innen eine Beschichtung. Das gilt für fast alle Modelle unter €60 und auch für viele teurere Modelle.

Und jetzt?

Dieser Artikel wurde nicht geschrieben, um dir Angst zu machen. Er wurde geschrieben, weil Diana sich gewünscht hätte, jemand hätte es ihr vor drei Jahren gesagt.

Du musst nicht in Panik geraten. Du musst nicht heute schon alles wegwerfen. Aber du kannst beim nächsten Kauf eines Milchaufschäumers bewusst entscheiden. Oder du schaust dir an, was du gerade zu Hause hast.

Drei Dinge, die du heute tun kannst

🔍 Prüfe deinen aktuellen Milchaufschäumer — schau dir das Innere an. Gibt es eine Beschichtung? Siehst du Kratzer oder Abnutzung?

📄 Lies die Spezifikationen — prüfe, ob dein Modell PFAS-frei ist. Achtung: nicht PFOA-frei, sondern PFAS-frei. Das ist ein großer Unterschied.

📚 Vergleiche deine Optionen — schau, welche Alternativen es ohne Beschichtung gibt. Inzwischen gibt es mehrere Optionen auf dem Markt.

💡 Gut zu wissen

Es gibt Milchaufschäumer ohne Beschichtung. Es gibt Modelle mit einem Glaskrug, bei denen die Milch nur mit Glas und Edelstahl in Kontakt kommt. Keine Beschichtung, die sich abnutzen kann. Keine Partikel, die sich lösen können. Ganz einfach: Glas und Milch. Hier eine Übersicht ansehen →

"Ich trinke immer noch jeden Morgen einen Cappuccino. Der Unterschied ist, dass ich jetzt weiß, was in meiner Tasse ist. Und was nicht drin ist. Das gibt mir Ruhe."

Diana, 35

Du kannst nicht mehr nicht wissen, was du jetzt weißt. Aber du kannst etwas daraus machen.