Ich hatte mir nie Gedanken darüber gemacht. Nicht über meine Kaffeemaschine, nicht über meine Heißluftfritteuse, und erst recht nicht über meinen Milchaufschäumer. Bis ein Gespräch auf einem Geburtstag alles veränderte.
Ich bin Diana. Ich trinke seit Jahren jeden Morgen Cappuccino. Nichts Besonderes, einfach ein Ritual. Espresso machen, Milch aufschäumen, fertig.
Vor drei Jahren kaufte ich einen neuen Milchaufschäumer. Schwarz, matt, mit so einem Drehknopf und Symbolen auf der Vorderseite. Er sah schön neben meiner Kaffeemaschine aus. Ich benutzte ihn zweimal am Tag, am Wochenende manchmal öfter.
Der Milchaufschäumer, den ich 3 Jahre lang täglich benutzt habe
Nach etwa einem Jahr merkte ich, dass der Schaum weniger wurde. Die Milch brannte schneller an. Und als ich in den Behälter schaute, sah ich kleine Kratzer an der Innenseite. Stellen, an denen die schwarze Schicht dünner geworden war.
Ich dachte: tja, Verschleiß. Klar. Zeit für einen neuen.
Was ich damals noch nicht wusste: Dieser „Verschleiß“ war nicht einfach verschwunden. Er kann irgendwo gelandet sein. Irgendwo, woran ich lieber nicht denken wollte.
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Es begann mit einem Gespräch auf einer Geburtstagsparty. Eine Freundin erzählte, dass sie alle ihre Pfannen weggeworfen hatte. „Wegen PFAS“, sagte sie, als würde ich das verstehen.
Ich nickte höflich. Keine Ahnung, wovon sie sprach. An diesem Abend googelte ich es.
PFAS. Ein Sammelbegriff für chemische Stoffe, die in Antihaftbeschichtungen verwendet werden. Nicht nur in Pfannen. Auch in Milchaufschäumern, Reiskochern, Airfryern. Überall dort, wo eine glatte, dunkle Beschichtung dafür sorgt, dass Essen oder Milch nicht anhaftet.
Diese glatte, dunkle Schicht innen in einem Milchaufschäumer? Das ist die Beschichtung.
Ich ging in die Küche. Nahm meinen Milchaufschäumer. Schaute hinein.
Diese Schicht war auch da. Innen. Genau dort, wo jeden Morgen heiße Milch mit 800 Umdrehungen pro Minute dagegenwirbelte.
Quelle: RIVM, Europäische Kommission (siehe Quellen unten).
Viele Marken schreiben „PFOA-frei“ auf die Verpackung. Das klingt beruhigend. Aber PFOA ist nur één von mehr als 10.000 PFAS-Stoffen. Ein Produkt kann also PFOA-frei sein und trotzdem andere PFAS-Verbindungen enthalten. Das wusste ich nicht. Und du wahrscheinlich auch nicht.